Sicherheitsvorfall auf vmedd.de:
Was passiert ist und was Sie jetzt tun sollten
Stand: 08.09.2026
Liebe Kundinnen und Kunden,
wir möchten Sie über einen Sicherheitsvorfall informieren, der unsere Website und Online-Shop betrifft. Hier erfahren Sie, was passiert ist und was Sie tun sollten.
Was ist passiert?

Unbekannte haben eine Schwachstelle in WordPress ausgenutzt – der Software, mit der unsere Website betrieben wird. Über diese Lücke konnten sie sich ab dem 19. Juli 2026 unbefugt Zugang zu unserem Shopsystem verschaffen. Der Angriff richtete sich nicht gezielt gegen uns, sondern war Teil einer weltweiten, automatisierten Angriffswelle auf diese Schwachstelle.
Am 18. August 2026 haben wir den Vorfall entdeckt, die Website noch am selben Tag abgeschaltet und bereinigt. Die Auswertung unserer Protokolle haben wir am 19. August abgeschlossen. Den Vorfall haben wir der zuständigen Datenschutzbehörde gemeldet.
Am 18. August wurde zwischen 7:30 und 9:30 eine Schadsoftware ausgeführt, die eine Cloudflare-Prüfung simuliert hat und sie als Besucher dazu aufgefordert hat, sich als Mensch zu verifizieren. Ebenfalls hat die Simulation Sie aufgefordert bestimmte Schritte auf ihrem Computer durchzuführen, wodurch Ihr Computer geschädigt werden könnte.
Welche Daten können betroffen sein?
Wir gehen vorsorglich davon aus, dass alle in unserem Shopsystem gespeicherten Daten betroffen sein könnten:
- Vor- und Nachname
- Benutzername
- E-Mail-Adresse
- Telefonnummer
- Liefer- und Rechnungsadresse
- IP-Adresse
- Bestelldaten (Produkte, Anzahl, Preis, gewählte Zahlungsart und Zahlungsstatus)
- Passwörter in verschlüsselter Form – nicht betroffen sind Konten, die sich über Amazon Cognito anmelden
Aufrufe einzelner Bestelldetails sind in unseren Protokollen nicht verzeichnet.
Was ist nicht betroffen?
Zahlungsdaten: Kreditkartennummern, Bankverbindungen und ähnliche Zahlungsinformationen werden nicht auf unseren Systemen gespeichert. Die Zahlungsabwicklung läuft vollständig über einen externen Dienstleister. Aus unseren Daten geht lediglich hervor, welche Zahlungsart Sie gewählt haben und ob die Bestellung bezahlt wurde.
Sensordaten: Ihre Mess- und Nutzungsdaten aus den Sensoren werden in einem getrennten System verarbeitet und sind nicht betroffen.
Was bedeutet das für Sie?
Wenn Sie sich über Amazon Cognito anmelden: Ihr Passwort lag nicht im betroffenen System. Amazon Cognito ist von dem Vorfall nicht betroffen. Sollten Sie Probleme beim Login haben, melden Sie sich bitte bei uns.
Wenn Sie sich nicht über Amazon Cognito anmelden: Ihr Passwort war nicht im Klartext gespeichert, sondern verschlüsselt. Kurze oder häufig verwendete Passwörter lassen sich daraus jedoch mit einigem Aufwand rekonstruieren. Das größte Risiko besteht dort, wo Sie dasselbe Passwort auch bei anderen Diensten nutzen.
Für alle gilt: Aus Name, Adresse, E-Mail-Adresse und Bestellhistorie lassen sich sehr glaubwürdige Betrugsnachrichten erstellen. Rechnen Sie damit, dass Sie gezielt angeschrieben werden – per E-Mail, SMS, Telefon oder auch per Post. Prüfen Sie Nachrichten mit Zahlungsaufforderungen besonders gründlich und fragen Sie im Zweifel beim Absender über einen Ihnen bekannten Weg nach.
Was wir bereits getan haben
- Die Website abgeschaltet, die unbefugt angelegten Zugänge und den eingeschleusten Schadcode entfernt
- Alle Benutzerpasswörter im Shopsystem zurückgesetzt und alle aktiven Sitzungen beendet
- Sämtliche Zugangsdaten und Sicherheitsschlüssel erneuert
- Die Systemdateien auf Manipulation geprüft – Hinweise auf einen dauerhaften Fremdzugang haben wir nicht gefunden
- Die Zugriffe des gesamten Zeitraums ausgewertet
Was Sie jetzt tun sollten
Wenn Sie sich nicht über Amazon Cognito anmelden:
- Ihr Passwort haben wir bereits zurückgesetzt. Nutzen Sie vor dem nächsten Login die Funktion „Passwort vergessen“ und vergeben Sie ein neues Passwort, das Sie nirgendwo sonst verwenden.
- Falls Sie Ihr bisheriges Passwort auch bei anderen Diensten nutzen, ändern Sie es dort ebenfalls – auch wenn der Dienst unwichtig erscheint.
- Prüfen Sie Ihre E-Mail-Adresse unter haveibeenpwned.com. Dort können Sie sich kostenlos benachrichtigen lassen, falls Ihre Adresse in künftigen Vorfällen auftaucht.
Für alle Nutzerinnen und Nutzer:
- Wir fragen Sie niemals per E-Mail, SMS oder Telefon nach Ihrem Passwort, nach Zahlungsdaten oder TANs.
- Klicken Sie nicht auf Links in unerwarteten Nachrichten und öffnen Sie keine unerwarteten Anhänge – auch nicht, wenn die Nachricht scheinbar von uns stammt. Rufen Sie unsere Seite stattdessen direkt im Browser auf.
- Seien Sie misstrauisch bei unerwarteten Rechnungen, Mahnungen, Paketbenachrichtigungen oder Anrufen angeblicher Support-Mitarbeitender – auch per Post.
- Aktivieren Sie die Zwei-Faktor-Authentifizierung, wo immer sie angeboten wird.
- Nutzen Sie einen Passwort-Manager, um für jeden Dienst ein eigenes Passwort zu vergeben.
- Prüfen Sie Ihr Kundenkonto auf Auffälligkeiten: unbekannte Bestellungen, geänderte Adressen, fremde Geräte. Melden Sie uns alles, was Ihnen ungewöhnlich vorkommt.
Haben Sie Fragen?
Wir bedauern diesen Vorfall sehr und nehmen den Schutz Ihrer Daten ernst. Wenn Sie Fragen haben oder Ihnen etwas Ungewöhnliches auffällt, erreichen Sie unsere Ansprechpartner:








